Post-Cycle-Therapy (PCT) / Post Cycle Tabs
Die Post-Cycle-Therapie ist die englische Bezeichnung für die Nachsorge nach einer Anabolika-Kur. Werden exogen (von außen) anabole/androgene Steroide zugeführt, läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren. Die Proteinsynthese wird angekurbelt, die Entstehung des katabolen (abbauenden) Hormons Cortisol wird reduziert und das Muskelzellvolumen wird erhöht.
Hierdurch wirkt die Muskulatur voll und prall. Allerdings hat die Verwendung anaboler/androgener Steroide auch ihre Kehrseite. Eine davon ist die Einschränkung bzw. komplette Einstellung der körpereigenen Testosteron-Produktion. Wird beispielsweise Testosteron von außen zugeführt, erkennt der Organismus das und stellt folgedessen die eigene Testosteronproduktion in den Hoden ein. Während der Kur ist dies lediglich ein kosmetisches Problem, da die Hoden durch ihre „Arbeitslosigkeit“ schrumpfen. Setzt der Sportler jedoch die Steroide ab, fehlt nicht nur die Menge, die sonst geschluckt oder injiziert wurde, sondern auch die Eigenproduktion. Um diese schnellstmöglich wieder anzukurbeln, wird eine Post-Cycle-Therapie an jede Anabolika-Kur gehängt.
Sinn und Zweck genannter Post-Cycle-Therapie ist primär die schnelle Wiederaufnahme der Testosteronproduktion in den Hoden. Doch dies ist nicht die einzige Aufgabe einer guten PCT (Kurzform für Post-Cycle-Therapie). Eine weitere Aufgabe wäre das Ausschalten bzw. Reduzieren der Cortisolwirkung, da diese Muskeln ab- und Fett aufbaut. Die dritte Aufgabe liegt in der Aufrechterhaltung des Muskelzellvolumens. Nicht minder wichtig ist ein Krafterhalt.
Die bevorzugten Medikamente/Supplements einer Post-Cycle-Therapie bestehen aus HCG und Clomifen und/oder Tamoxifen, welche zur Anregung der Eigenproduktion von Testosteron in den Hoden verwendet werden. Ebenso verwendet werden kann Tribulus Terrestris, das nachweislich die Testosteronproduktion erhöht. Ebenso funktionell ist hier ZMA bzw. die speziell für die PCT angebotenen Post Cycle Tabs. Clenbuterol, Vitamin C und/oder Phosphatidylserin entfalten alle drei eine gewisse antikatabole Wirkung (wobei die antikatabole Wirkung des Clenbuterol nicht mehr als ein Mythos ist). Creatin und Glutamin tragen zum Erhalt des Muskelzellvolumens bei. Wahlweise wird diese Kombination noch durch Ephedrin und/oder Coffein ergänzt, was jeweils vor dem Training eingenommen wird, um die während der Anabolika-Kur gewonnene Kraft zu erhalten.
Anabolika-Verwender tun gut daran, alle für die Post-Cycle-Therapie benötigten Medikamente und Supplements bereits vor Kurende zu besorgen, um diese ohne unnötige Unterbrechung im Anschluss an eine Kur ausführen zu können.


