Testosteron-Derivate
Als Testosteron-Derivate werden anabole/androgene Steroide bezeichnet, die direkt vom Testosteron abgeleitet sind. Zu den Testosteron-Derivaten zählen natürlich alle Arten von Testosteron, z.B. Methyltestosteron, Testosteronpropionat und Methyl-1-Testosteron, aber auch Steroide wie beispielsweise Boldenon, Methandrostenolon oder Fluoxymesteron.
Testosteron-Derivate weisen spezifische Eigenschaften auf, die sich von denen anderer Hormon-Derivate, beispielsweise Nortestosteron-Derivate, teilweise oder gänzlich unterscheiden. Nun folgend eine Liste der Testosteron-Derivat typischen Wirkungen und Nebenwirkungen:
Stark anabole Wirkung
Erhöhte Stickstoffretention > Muskelwachstum
Gesteigertes Wohlbefinden
Gesteigertes Selbstbewusstsein
Erhöhte Libido
Wahrscheinlich Linderung von Erektiler Dysfunktion (siehe hierzu auch „Manneskraft reloaded – Der Potenzpillen-Guide“)
Konvertierung zu Östrogenen (Aromatisation)
Wahrscheinlich Erhöhung des LDL-Cholesterin
Wahrscheinlich Senkung des HDL-Cholesterin
Erhöhte Aggressivität
Schnellere Erholung von intensiven Trainingseinheiten
Verringerung des Cortisol (ein kataboles Hormon)
Erhöhung der Creatin-Phosphat-Produktion
Erhöhte Lipolyse (Fettverbrennung)
Erhöhte Insulinrezeptorensensibilität
Beschleunigter Stoffwechsel
Erhöhte Knochendichte
Vermehrte Produktion Roter Blutkörperchen
Konvertierung zu DHT (Dihydrotestosteron)
Vermehrtes Wachstum von Körperhaar
Virilisierung bei Frauen (Vermännlichung)
Erhöhtes Risiko für Akne
Unterdrückung der HPTA (Hypothalamus-Hoden-Achse > Einstellung der körpereigenen Testosteronproduktion)
Testosteron-Derivate sind somit für eine hohe Anzahl der männlichen Charakterzüge und Eigenschaften verantwortlich, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Zu den positiven Eigenschaften der Testosteron-Derivate zählen sicherlich eine Erhöhung des Selbstbewußtseins, der Muskelmasse, der Insulinrezeptorensensibilität, der Knochendichte und eine eventuelle Linderung von Erektilen Dysfunktionen, während Eigenschaften wie erhöhte Aggressivität, Unterdrückung der HPTA und eine Senkung des HDL, des „guten“ Cholesterins, sicherlich zu den negativen Auswirkungen zu zählen sind.
